Geschichte

Die Region, in der das heutige Luxemburg liegt, war bereits in urgeschichtlichen Zeiten besiedelt. Kelten, Römer und Franken lebten dort bevor im Jahre 963 an der Stelle der heutigen Hauptstadt Luxemburg Graf Siegfried I. die Lützelburg, auch als „Lucilinburhuc“ beschrieben, errichten ließ. Der Begründer des Herrscherhauses Luxemburg hatte sich dazu einen strategisch entscheidenden Ort ausgesucht. Neben dem wichtigen Verkehrsweg des Flusses Alzette lag die Burg an den früheren Wegen der Römer, die zu dieser Zeit noch als Handelsweg genutzt wurden. Es dauerte nicht lange und Lucilinburhuc etablierte sich als geschützter Handelsmittelpunkt, in dessen Umfeld sich immer mehr Menschen fest ansiedelten. Die Verbindungen zwischen Trier und Reims einerseits, und von Köln nach Metz anderseits brachten Wohlstand in die Region. Politisch betrachtet war die kleine Dynastie Luxemburg nicht von großer Bedeutung, bis es ab dem Jahr 1307 zu verschieden Veränderungen kam und Luxemburg von Kaiser Karl IV 1354 zum Herzogtum ernannt wurde. <

Da dem Herzogtum eine legitime Nachkommenschaft fehlte, fiel Luxemburg im Laufe der Zeit an Burgund, um danach dem Haus Habsburg anzugehören. Dieses gab das Herzogtum 1555 an seine spanische Verwandtschaft ab und es kamen unruhige Zeiten auf Luxemburg zu. Trotz der wechselnden politischen Verhältnisse durch Einflüsse aus Frankreich, Preußen oder Österreich und belastenden kriegerischen Auseinandersetzungen schafften es die Luxemburger, sich immer wieder wirtschaftlich zu behaupten. Erst im Mai 1867 wurde im Londoner Vertrag die politisch neutrale und territoriale Souveränität Luxemburgs manifestiert, die in den von Kriegen und politischer Unruhe gezeichneten Folgejahrzehnten für eine gewisse Sicherheit sorgte. Heute ist Luxemburg mit Malta der kleinste Staat der EU und bildet zusammen mit den Niederlanden und Belgien die Beneluxstaaten. Das kleine Land ist als Mitbegründungsland der Europäischen Union Sitz des Europäischen Rechnungshofes und Gerichtshof der Europäischen Union.

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